12 Tipps für Zahnpflege die Sie noch heute umsetzen können


12 Tipps zur Zahngesundheit und Zahnpflege groß

Das Bewusstsein für eine gründliche Zahnpflege und der Erhalt der Zahngesundheit spielen in unserer Gesellschaft leider immer noch eine untergeordnete Rolle. Die Reinigung der Zähne von Belägen und Plaque sorgt für den Erhalt der Zähne und des Zahnhalteapparates. Sie können sich durch eine regelmäßige Routine vor Karies und Parodontitis schützen und so bis ins hohe Alter auf Zahnersatz verzichten. Zeitmangel, Stress und Bequemlichkeit verhindern häufig die Entwicklung solcher Angewohnheiten.

Auf sozialen Plattformen wie Facebook oder Instagram aber auch auf Streaming-Diensten wie Netflix werden mehrere Stunden verbracht, während der Mundhygiene weit weniger Aufmerksamkeit geschenkt wird. Damit will ich in keinem Fall diese Möglichkeiten des Medienkonsums verteufeln. Wenn Sie täglich nur 15 bis 20 Minuten Zeit in Ihre Zahnpflege investieren, können Sie damit Ihre Mundgesundheit extrem steigern.

Ihre Zähne werden im höheren Alter immer wichtiger, da die Nahrungsaufnahme ein zentrales Element ihres Lebens bleibt. Sie erhöhen durch gesunde Zähne Ihre Lebensqualität enorm. Weiterhin steht Ihre Mundgesundheit in enger Wechselbeziehung zu Ihrer Allgemeingesundheit. Und zwar deutlich mehr als bisher angenommen wurde. Die Parodontitis Bakterien gelangen in den Blutkreislauf und können Herz-Kreislauferkrankungen auslösen. In großer Zahl können Sie sogar eine Lungenentzündung verursachen. Auch sind künstliche Kniegelenke durch die Bakterienbesiedlung gefährdet. Die neusten Forschungen zeigen sogar, dass weitere Erkrankungen wie Rheuma oder Diabetes mit Krankheiten in Ihrem Mund im Zusammenhang stehen. [1]

Genug Gründe um Ihre Zahnpflege endlich zu optimieren! In diesem Artikel geben wir Ihnen eine Übersicht über die wichtigsten Tipps zur Mundgesundheit. Einige sollten täglich angewendet werden, andere sind eher grundsätzlicher Art.

1. Elektrisch Zähne putzen

Sollten Sie es nicht bereits getan haben, wechseln Sie von Ihrer „normalen“ Zahnbürste zur elektrischen! Das Putzergebnis der elektrischen Zahnbürste ist deutlich besser verglichen mit dem der herkömmlichen Zahnbürste. Der größte Vorteil der automatischen Zahnbürste liegt darin, dass Ihnen die Putzbewegung abgenommen wird. Sie können daher keine falschen Putzbewegungen, wie zum Beispiel „horizontales Schrubben“ mehr ausführen. So verhindern sie sogenannte „keilförmige Defekte“ die die Folge von horizontalem Schrubben sind. Menschen die an Arthritis leiden, können mit einer elektrischen Zahnbürste mit wenig Mühe ein gutes Putzergebnis erzielen.

Zusätzlich haben viele elektrische Zahnbürsten sinnvolle Funktionen. Zum einen wäre da die häufig vorhandene „Druckanzeige“. Die Zahnbürste leuchtet dann beispielsweise rot auf, wenn Sie zu viel Druck beim Putzen ausüben. Das verhindert Putzdefekte am Zahn und Zahnfleisch.
Eine weitere Funktion die nahezu jede Zahnbürste bietet ist ein integrierter Timer, die Zahnbürste macht meistens mit einer leichten Rüttelbewegung auf die bereits geputzte Zeitdauer aufmerksam. So wissen Sie genau wie lange Sie bereits Ihre Zähne reinigen und können die geforderten 2 bis 3 Minuten einhalten.

Sie sollten bei der Auswahl der Zahnbürste auf verschiedene Dinge achten. Es gibt entweder rotierende oder schwingende Zahnbürsten. Beide haben Ihre Vor- und Nachteile und Sie sollten sich vor dem Kauf informieren. Probieren Sie die Zahnbürsten gegebenenfalls aus, da Schallzahnbürsten oft unangenehm kitzeln können. Weiterhin haben die Zahnbürsten unterschiedlich viel Ausstattung wie digitale Anzeigen und so weiter. Zudem müssen Sie noch eine Auswahl für den für Sie passenden Bürstenkopf treffen.

2. Jeden Tag Zahnseide benutzen

Nach dem Zähneputzen sollten Sie sich abends angewöhnen Zahnseide zu benutzen. Mit Zahnseide halten Sie Ihre Zahnzwischenräume sauber, sodass sich keine Beläge zwischen den Zähnen sammeln können. Zahnseide wird von vielen Menschen sträflich vernachlässigt, was häufig zu Karies in den in sogenannten „Interdentalräumen“ führt. Außerdem kann ein vernachlässigen der Pflege mit Zahnseide zu Entzündungen am Zahnfleisch führen. Menschen in Deutschland nutzen statistisch viel zu wenig Zahnseide.

Wenn Sie keine Zahnseide benutzen, erreichen Sie durch Zähneputzen nur 60% bis maximal 70% der Zahnoberflächen. Überlegen Sie, dass Sie etwa ein Drittel Ihrer Zähne gar nicht sauber halten!
Häufig wird von komischem Geruch oder Gestank beim Benutzen der Zahnseide berichtet. Das liegt daran, dass die Bereiche zwischen den Zähnen zu unregelmäßig gereinigt werden, sodass die Belege und Speisereste im Zwischenraum „vergammeln“. Sobald Sie beginnen regelmäßig zu Fädeln, wird der Geruch ausbleiben.

Zahnseide funktioniert am besten in engen Zahnzwischenräumen. Sobald Sie etwas älter werden und sich größere Zahnzwischenräume bilden, sollten Sie auf Zahnzwischenraumbürstchen umsteigen. Diese werden auch Interdentalbürsten genannt und sind in verschiedenen Formen und Größen verfügbar. Insbesondere bei Zahnersatz wie Brücken finden die Bürsten Ihren perfekten Anwendungsbereich. Für die Pflege von Implantaten gibt es spezielle Bürstchen ohne Metall. Metall würde die Oberfläche des Implantats schädigen und sollte daher unbedingt vermieden werden.

3. Fluorid zur Stärkung des Zahnschmelzes

Der Zahnschmelz ist die härteste Substanz im ganzen Körper. Dennoch ist auch der Zahnschmelz angreifbar. Durch Säuren, die von Bakterien produziert werden, können wichtige Bausteine der Schmelzarchitektur aus dem Konstrukt herausgelöst werden. Der Schmelz wird daraufhin brüchig und es entsteht Karies. Um diesem Prozess entgegen zu wirken können wir Fluoride nutzen. Das Fluor lagert sich an die Stelle im Schmelz ein, an dem ein anderes Element wie zB. Natrium durch die Säure herausgelöst wurde und stabilisiert so den Schmelz. Daraufhin ist der Zahn wieder deutlich weniger anfällig für Karies.

Fluoride sind heutzutage in vielen Lebensmitteln enthalten. Sie haben bestimmt schon die Aufschrift „Mit Zusatz von Fluoriden“ auf ihrem Speisesalz entdeckt. Das Fluor gelangt in Form von Salz dann in die Mundhöhle und kann an die Zähne abgegeben werden. Insbesondere in Zahnpasta ist Fluor oft in Form von Aminfluorid oder Zinnfluorid enthalten. Bis zu einem bestimmten Alter, bekommen Kinder häufig Fluor in Form von Fluoridtabletten.

Sie selber können Ihre Zähne ebenfalls auf mehreren Wegen durch Fluorid stärken. Häufig bekommen Sie nach der Zahnreinigung einen Fluoridlack aufgetragen, der Ihren Zahnschmelz stärkt. Zusätzlich können Sie einmal in der Woche ein Fluorgelee benutzen. Das bekannteste ist in Deutschland das Elmex-Gelee. Beachten Sie bitte, dass Sie nach der Anwendung jeglicher Fluoride den Mund nicht direkt mit Wasser ausspülen, damit das Produkt einwirken kann.[2]

4. Verwenden Sie Mundspülungen

Mundspülung

Zusätzlich zum Zähneputzen und der Anwendung von Zahnseide kann es sinnvoll sein Mundspülungen zu verwenden. Sie können diese bis zu drei Mal täglich anwenden, am besten nach den Mahlzeiten. Mundspülungen können nachweislich die Bildung von Zahnbelag deutlich verringern. Dadurch sinkt die Wahrscheinlichkeit für kariöse Prozesse und Entzündungen am Zahnfleisch nehmen merklich ab. Es ist allerdings wichtig zu verstehen, dass Mundspülungen in keiner Weise das Putzen ersetzen können. Putzen mit der Bürste ist durch den mechanischen Abrieb wesentlich effizienter.

Mundspülungen können ebenfalls auch für frischen, guten Atem sorgen. Falls Sie mittags vor einem wichtigen Termin keine Zeit mehr zum ausgiebigen Zähne putzen haben, stellt diese Möglichkeit eine gute Alternative dar. Beachten Sie bitte immer die Anweisungen auf der Packungsbeilage. Einige Produkte, wie Chlorhexamed, dürfen nur über einen gewissen Zeitraum verwendet werden, da es sonst zu Verfärbungen und Geschmacksstörungen kommen kann. Die Nebenwirkungen sind sicherlich reversibel, dh. verschwinden wieder. Trotzdem sollten derart unangenehme Symptome vermieden werden.

5. Zungenreinigung durchführen

Auf der Zunge befinden sich extrem viele Bakterien, die sich in der gesamten Mundhöhle verteilen können. Bisher sind keine Studien vorhanden, die die Wirksamkeit der Zungenreinigung belegen. Dennoch sind offensichtliche Vorteile vorhanden:

  • Frischer Atem
  • Saubere, belagfreie Zunge
  • Bakterienärmere Mundhöhle

Wenn Sie neugierig sind, probieren Sie eine Zungenbürste oder einen Zungenschaber doch einfach Mal aus. Für den Anfang können Sie auch mit der Zahnbürste und etwas Zahnpasta versuchen die Zunge sauber zu halten.

6. Gesundes Essen und die Vermeidung von Industriezucker

Sie sollten versuchen Ihre Ernährung zahnfreundlich zu gestalten. Karies kann sich durch vier Faktoren, die alle gleichzeitig vorhanden sein müssen bilden:

  • Zeit
  • Zahn
  • Beläge/Bakterien
  • Nahrung für die Bakterien

Die Bakterien im Zahnbelag wandeln Zucker in Säure um, die wiederum den Zahnschmelz beschädigt und regelrecht auflöst. Die meisten Punkte in diesem Artikel zielen auf das Vermeiden der Beläge und somit eine Bakterienarmut ab. Dennoch können Sie auch versuchen Ihren Zuckerkonsum einzuschränken um den vorhandenen Bakterien die Nahrung zu entziehen.

Versuchen Sie folgende Lebensmittel entweder komplett zu vermeiden oder aber über einen kurzen Zeitraum zu konsumieren. So kann sich der ph-Wert der Mundhöhle wieder stabilisieren. Wenn Sie über einen langen Zeitraum immer wieder einzelne Schlücke trinken, bleibt der PH-Wert der Mundhöhle dauerhaft niedrig und das optimale Milieu für die Entstehung von Karies ist geschaffen.

  • Süßigkeiten wie Schokolade oder Zuckerwatte
  • Softdrinks wie Cola, Fante und Sprite und ähnliche
  • Fruchtsäfte und Smoothies

7. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Zahnarzt

Gute Mundhygiene und Zahnpflege ist der größte Teil, den Sie beitragen können um Ihre Zahngesundheit zu erhalten. Sie sollten außerdem regelmäßig Ihre Zähne kontrollieren lassen. Damit können Sie sichergehen, dass Ihre Zähne und ihr Zahnfleisch soweit gesund sind. Sie sollten zwei Mal im Jahr zur Routineuntersuchung beim Zahnarzt vorstellig werden.

Dieser kontrolliert dann Ihre Zähne und zusätzlich Ihre Mundschleimhäute. Es ist empfehlenswert, dass alle zwei Jahre eine große Übersichtsaufnahme, genannt OPG erstellt wird. Abweichend davon können bei jungen Patienten auch sogenannte „Bissflügelaufnahmen“ ausreichen, die die Bereiche der Zahnzwischenräume kontrollieren.

Stellen Sie sich selber auch folgende Fragen:

  • Sind bei mir in den letzten 2-3 Jahren Röntgenbilder gemacht worden?
  • Habe ich bereits kontrollieren lassen ob Weisheitszähne vorhanden sind, die eventuell entfernt werden müssen?
  • Insbesondere bei Beschwerden sollte ein Übersichtsröntgenbild erstellt werden.

Wenn Sie regelmäßig zur Kontrolluntersuchung gehen und gleichzeitig eine gute Mundpflege an den Tag legen, so wird Ihr Besuch beim Zahnarzt häufig sehr entspannt verlaufen. Selbst wenn kleinere Stellen Karies gefüllt werden müssen, ist das in der Regel wenig aufwendig. Wenn Sie allerdings mehrere Jahre lang auf den Zahnarztbesuch verzichten, müssen Sie sich unter Umständen auf größere Baustellen einstellen.

8. Zahnpflege bei Ihrem Kleinkind

  • Elektrische Zahnbürste: Es gibt extra elektrische Zahnbürsten für Kinder. Kindern macht Zähneputzen so gleich viel mehr Spaß und das Ergebnis ist deutlich besser. Je nach Alter ist die motorische Geschicklichkeit für die normalen Zahnputzbewegungen noch relativ schlecht ausgeprägt.
  • Üben sie bereits im frühen Alter das Zähneputzen mit Ihrem Kind.
  • Lassen Sie Ihr Kind möglichst früh selber putzen, putzen Sie hinterher nochmal.
  • Kinder bekommen die ersten Zähne mit etwa 6-12 Monaten.
  • Extrem wichtig bei Kindern: Ständiges trinken von süßen Getränken oder Tees ist absolut schädlich für die Zähne. Vermeiden Sie süße Getränke aller Art und geben Sie ihrem Kind zuckerfreien Tee oder Wasser. Gewöhnen Sie ihr Kind nicht an zuckerhaltige Getränke. Diese zerstören die Zähne innerhalb kürzester Zeit.

9. Zwei Mal im Jahr zur Professionelle Zahnreinigung (PZR)

Die professionelle Zahnreinigung muss ein wichtiger Baustein in Ihrer Prophylaxe sein. Die Behandlung sollte zwei Mal im Jahr von der Prophylaxehelferin durchgeführt werden. Während der Reinigung säubert die Helferin alle Flächen Ihrer Zähne gründlich und entfernt dabei auch hartnäckige Belege wie Kaffe oder Tee und natürlich den Zahnstein. Diese Verschmutzungen können Sie selber nicht von Ihren Zähnen entfernen. Häufig sind die Helferinnen, die die Reinigung durchführen zusätzlich qualifiziert und fortgebildet.

Leider hat die Zahnreinigung in Deutschland einen sehr schlechten Ruf. Sorgen um Schädigung des Zahnschmelzes ausgelöst durch die PZR veranlasst viele Menschen die Zahnreinigung ausfallen zu lassen. Diese Sorgen beruhen auf falschen Glaubenssätzen, die durch Massenmedien oder Unwissende in Umlauf gebracht werden.
Bitte überlegen Sie logisch: Belege und Plaque, der sogenannte Biofilm, sammeln sich über die Zeit an Ihren Zähnen und diese verursachen Karies und Parodontitis. Diese Belege müssen, um Schäden zu verhindern, selbstverständlich entfernt werden. Die Prophylaxehelferin hat dabei deutlich mehr Mittel und Wege Ihre Zähne gründlich sauber zu machen. Im speziellen kann Sie auch Bereich reinigen, an die Sie selber zu Hause gar nicht herankommen.
Auch Pulverstrahlgeräte oder ähnliches sind so konzipiert, dass Sie den Zähnen und dem Zahnschmelz keinen Schaden zufügen. [4][5]

10. Hausmittel für Zahnpflege

Es gibt unzählige Hausmittel für die Do-it-Yourself Pflege der Zähne. Wir listen für jede Kategorie einige auf um eine gute Übersicht zu schaffen:

Hausmittel für weiße Zähne

Sie können sich mit Salz und Olivenöl eine Zahnpasta mischen, die ihre Zähne nach jedem Putzen etwas mehr aufhellt. Der aufhellende Effekt resultiert aus der groben Körnung vom Salz. Mischen Sie das Olivenöl so lange mit Salz, bis ein Brei entsteht, der eine ähnliche Konsistenz wie normale Zahnpasta hat. Man nennt diesen Effekt „abrasiv“. Bitte putzen Sie maximal ein bis zwei Mal die Woche mit der Zahnpasta die Zähne, ansonsten können Sie Ihren Zahnschmelz dauerhaft beschädigen.

Mit Aktivkohle können Sie ebenfalls daheim Ihre Zähne aufhellen. Putzen Sie mit der Kohle ihre Zähne und lassen Sie das Produkt noch etwas einwirken. Aktivkohle hat einen guten Effekt und ist dabei auch relativ zahnschonend. Übertreiben Sie es dennoch nicht mit der Benutzung.

Es gibt weitere Hausmittel zum Aufhellen der Zähne, wie beispielsweise Backpulver. Ich würde Ihnen zunächst empfehlen die bisher erwähnten zu benutzen, die nach unserer Erfahrung die besten Resultate erzielen.

Hausmittel gegen Zahnfleischentzündung und Zahnfleischbluten

Aloe Vera ist eine Heilpflanze, die die Schleimhäute feucht hält und stärkt. Das gestärkte Zahnfleisch kann daraufhin besser gegen Bakterien und Keime vorgehen und die Entzündung bekämpfen. Aloe Vera ist für optimale Ergebnisse als Gel drei bis fünf Mal täglich zu verwenden.

Ingwer ist ein sehr gutes Hausmittel gegen Entzündungen im Allgemeinen. Kauen Sie auf purem Ingwer mehrere Minuten bevor Sie ihn schlucken. Ingwer hilft übrigens auch bei Halsschmerzen und Erkältungen.

Spülen Sie ihren Mund mit hochprozentigen alkoholischen Getränken aus. Alkohol hat eine desinfizierende Wirkung und tötet Bakterien ab. Sie dürfen den Alkohol aber in jedem Fall wieder ausspucken und nicht trinken.

11. Vorsicht beim Bleachen

Bleaching der ZÄhne

Das Bleachen ist eine Methode um unschöne Verfärbungen der Zähne zu entfernen und die Zahnkronen aufzuhellen. Verfärbungen resultieren aus kleinsten Partikeln, die sich während dem Konsum bestimmter Lebensmittel in den Zahnschmelz einlagern. Wein, Tee und Nikotinverfärbungen sind dabei besonders hartnäckig. Um die Zähne aufzuhellen wird ein Bleaching-Gel aufgetragen, dass meistens zum größten Teil aus Wasserstoff-Peroxid besteht. Das Gel sollte je nach Konzentration einige Minuten einwirken, dabei aber nicht das Zahnfleisch berühren.

Nach der Behandlung sind die Zähne (hoffentlich) deutlich heller, oft merken Sie allerdings auch eine gewisse Empfindlichkeit auf Kälte und Wärme. Die Zähne fühlen sich etwas „angegriffen“ an und genau das ist auch der Fall. Durch das Bleachen können kleine Bereiche des Schmelzes demineralisiert werden. Bisher ist wissenschaftlich nicht geklärt, ob sich die Bereiche des Zahnes wieder vollständig erholen. Sollten Zähne Karies haben, ist es besonders wichtig, diese zunächst zu behandeln. Es kann sonst durch das Bleaching-Gel zu Schäden am Zahnnerv kommen.

Das Zahnbleaching ist eine rein kosmetische Anwendung, die sogar kleinste Schäden am Zahnschmelz verursacht. Daher sollten Sie maximal zwei Mal im Jahr ihre Zähne aufhellen lassen.

12. Munddusche verwenden

Die Munddusche kann ebenfalls ein sinnvoller Zusatz zu ihrer Mundhygieneroutine sein. Durch einen Wasserstrahl können Verschmutzungen und Speisereste an den Zähnen und in den Zahnzwischenräumen entfernt werden. Daher stellt die Munddusche vor allem eine Ergänzung zur Zahnseide dar.

Vorteile der Munddusche:

  • Entfernung von Speiseresten
  • Säuberung der Zahnzwischenräume
  • Säuberung „schwieriger“ Bereiche wie Brücken

Dennoch stellt auch die Munddusche nur ein Zusatz zur Zahnseide dar.

Literaturverzeichnis

Dentalplanet

Hallo! Ich bin Dr. Martin Hartmann. Ich bin Zahnarzt und führe täglich meinen Beruf aktiv aus. Das Verfassen von verständlichen und dennoch informativen Fachartikeln macht mir neben meinem Hauptberuf unheimlich viel Spaß. Insbesondere spezialisiere ich mich auf die Behandlung von ängstlichen und panischen Patienten.

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