Zahnkrone – 13 Dinge die Sie Wissen müssen


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Die Herstellung der Zahnkrone ist eine in der Zahnarztpraxis häufige durchgeführte Behandlung, die in den meisten Fällen dazu dient, den natürlichen Zahn zu stabilisieren. Die Krone stellt sowohl den Zahnarzt als auch den Patientin vor einige Herausforderungen, die im Vorfeld abgeklärt werden sollten. Die Behandlung fordert einen gewissen zeitlichen, wie auch finanziellen Aufwand, da die Krankenkassen häufig nur einen Teil der Gesamtkosten übernehmen.

In diesem Artikel wird zunächst das Grundwissen über Zahnkronen vermittelt, danach wird der Behandlungsverlauf erläutert und zum Ende wird auf interessante, spezifische Fragen zum Thema Krone eingegangen. Wenn Sie grade vor der Behandlung stehen, dann hilft Ihnen der Artikel, sich ein solides Grundwissen anzueignen. Den Zahnarztbesuchen können Sie dann mit gestärktem Selbstvertrauen auf sich zu kommen lassen.

1. Was ist eine Krone?

Was ist eine Zahnkrone
Sie erkennen im Bild eine Zahnkrone im Unterkiefer. Zu sehen ist der abgeschliffenen Zahnstumpf, der von der Krone umfasst wird.

Eine zahnärztliche Krone ist festsitzender Zahnersatz, der die natürliche Zahnkrone wiederherstellt. Die Krone wird wie eine Kappe über den Zahnstumpf gestulpt und verdeckt diesen meist komplett. Dabei wird die Krone entweder mit einem Zement oder mit einer Art Kunststoffkleber am Zahn befestigt. Zahnkronen sind meistens von echten Zähnen nur bei genauerem Hinsehen zu unterscheiden. Im oben gezeigten Bild sehen Sie eine Krone, die auf den abgeschliffenen Zahnstumpf gesetzt wird.

Die Zahnkrone stellt die Optik des Zahnes wieder her. Dabei ist sowohl die Form und auch die Farbe an die des ursprünglichen Zahnes angelehnt. Oft kann es hilfreich sein, dem Zahnarzt Bilder mitzubringen, die Ihre Zähne in früheren Jahren zeigen. Der Zahntechniker kann anhand der Fotos versuchen, die Kronen möglichst originalgetreu nachzubilden.
Die wichtigste Funktion einer Krone besteht vor allem darin, die Kaufunktion wieder herzustellen. Der Zahn, der eine Krone benötigt ist oft weitgehend zerstört, sodass durch die Befestigung der neuen Krone wieder die Möglichkeit des Zusammenbisses optimal gegeben ist.

Die künstliche Zahnkrone übernimmt alle Aufgaben der natürlichen Zahnkrone. Dafür stehen unterschiedliche Arten von Kronen zur Verfügung. Es gibt verschiedene Materialien wie Gold oder andere Metalle und natürlich auch keramische Kronen, die vom Zahntechniker zur Krone verarbeitet werden.
Zudem gibt es verschiedene Ausführungen, wie beispielsweise die Teilkrone wo nur gewisse Bereiche des Zahnes überkront werden, um mehr gesunde Zahnhartsubstanz zu erhalten.

2. Warum wird eine Krone benötigt?

Zahnkronen werden aus verschiedensten Gründen benötigt. Die Hauptfunktion liegt bei einer Krone fast immer in der Stabilisierung des Zahnes. Eine Krone wird dann notwendig, wenn andere Maßnahmen wie zum Beispiel Füllungen oder Inlays den Zahn nicht mehr ausreichend stabilisieren können. Ein Zahn, der durch Löcher (Karies) oder aber durch mehrere Füllungen geschwächt ist, läuft Gefahr zu brechen (Fraktur). Um das zu verhindern, wird der Zahn durch die Krone von allen Seiten gefasst und somit stabilisiert. Häufig werden auch bereits abgebrochene Zähne durch eine Krone wieder aufgebaut. In einigen Fällen kann dafür auch ein Stift innerhalb des Zahnes notwendig sein.

Wurzelbehandelte Zähne

Ein besonderer Fall sind bereits wurzelkanalgefüllte Zähne. Diese sollten immer überkront werden, da sie akut bruchgefährdet sind und häufig abbrechen. Das liegt zum einen daran, dass solche Zähne bereits viele Behandlung durchlaufen haben, und daher oft instabiler sind. Zum anderen wird während der Wurzelbehandlung ein Zugang gebohrt, der sich in der Mitte des Zahnes befindet. Durch diesen Zugang wird der Zahn weiter geschwächt.
Es gibt außerdem einige Theorien, dass „tote Zähne“ spröde werden, diese sind allerdings fragwürdig.
Alle diese Faktoren machen wurzelbehandelte Zähne zu Risikozähnen, die jederzeit abbrechen können. Lassen Sie sich wurzelbehandelte Zähne immer rechtzeitig Überkronen.

In diesem Artikel haben wir die gesamten Fakten zu Wurzelkanalbehandlungen zusammengestellt.

Optische Gründe

In einigen Fällen beklagen sich Patienten über störende Optik, besonders im Bereich der Frontzähne. Manchmal sind die Zähne abgeknirscht und abgenutzt oder aber stark verfärbt. Dann können Zähne aus ästhetischen, also optischen, Gesichtspunkten überkront werden. Durch die Kronen besteht die Möglichkeit, die Zähne so gestalten zu lassen, wie Sie es möchten. Wählen Sie dabei nicht zu helle Zähne. Wichtig ist, dass eine gewisse Natürlichkeit erhalten bleibt.

Zahnkronen nach Unfall

Ein weiteres klassisches Einsatzgebiet ist der Verlust von Zahnstücken nach einem Unfall. Nach einem Unfall mit Beteiligung der Zähne können diese häufig nicht mehr mit einer Füllungen aufgebaut werden und müssten auch in diesem Fall durch eine Krone stabilisiert werden.

3. Unterschiedliche Arten der Krone

Es gibt unterschiedliche Arten von Kronen. Dabei wird hauptsächlich zwischen der Vollkrone und der Teilkrone unterschieden.

Vollkrone

Die Vollkrone umschließt den gesamten Zahn. Der größte Teil eingesetzter Kroner sind heutzutage Vollkronen. Hier wird der gesamte Zahnstumpf beschliffen und die Kronenränder reichen bis zum Zahnfleischrand.

Teilkrone

Bei einer Teilkrone wird der Zahn nur zum Teil umschlossen und einige Bereiche des Zahnes werden ausgespart. Diese Art der Krone wurde früher vermehrt angefertigt und ist dann sinnvoll, wenn der Zahn an einer Seite noch aus gesunder Zahnhartsubstanz besteht. Es wird nur der „Zahnhöcker“ gefasst, sodass nicht die gesamte Seite des Zahnes abgeschliffen wird.
Es hat sich allerdings herausgestellt, dass solche Zähne vermehrt empfindlich reagieren, daher wird heute eher die Vollkrone gewählt.

Implanatatkrone

Implantatkrone-erklärt-mit-Abutment

Die Implantatkrone ist eine besondere Form der Krone. In diesem Fall wird eine Krone hergestellt, die auf das sogenannte Abutment des Implantats aufgesetzt wird. Das Abutment ist der Teil, der aus dem eigentlichen Implantat heraus schaut. Auf dem oben eingefügten Bild, können sie das verankerte Implantat im Kiefer erkennen. Das Abutment ist das mittlere Teil, dass in das Implantat eingeschraubt wird. Auf dieser Konstruktion wird die Implantatkrone befestigt.

Veneer

Das Veneer wird nur der Vollständigkeit halber erwähnt, da es im eigentlichen Sinne keine Krone ist. Es handelt sich dabei um eine „halbe Krone“. Diese Zahnschale wird auf den Zahn aufgebracht und dient hauptsächlich der Ästhetik.

4. Aus welchen Materialien bestehen Kronen?

Kronen können aus verschiedenen Materialien hergestellt werden. Bei der Materialauswahl spielen verschiedene Kriterien eine Rolle: Angefangen von der Optik, über die Haltbarkeit bis hin zu den Kosten kann für Ihre individuelle Situation die passende Krone hergestellt werden. In der heutigen Zeit werden die meisten Kronen entweder in Vollkeramik oder aber in Nicht-Edelmetall gefertigt.

Gold

Früher eines der beliebtesten Materialien zur Herstellung einer Krone. Gold lässt sich zahntechnisch einfach und gut verarbeiten und hat eine exzellente Passform. Doch der Goldpreis ist vergleichsweise hoch und Gold ist bekanntermaßen nicht zahnfarben. Daher werden Goldkronen immer seltener.

Keramik

In den letzten Jahren konnte sich die Vollkeramik als Material für Kronen und auch Brücken weitgehend durchsetzen. Die Keramik ist zahnfarben, sehr belastbar und kann mit den heutigen Methoden einfach verarbeitet werden. Keramikkronen werden hauptsächlich mittels computerunterstützter Technik aus einem Block passgenau gefräst.

Nicht-Edelmetall (NEM)

Die etwas günstigere Alternative zur Keramik ist das Nicht-Edelmetall. Das Material ist etwas schwieriger zu verarbeiten, dafür allerdings auch sehr belastbar. Die Passform ist etwas ungenauer, verglichen mit Gold, allerdings ist das NEM deutlich günstiger. Die Kronen müssen zusätzlich noch verblendet werden, da NEM ebenfalls nicht Zahnfarben sondern leicht silbrig ist.

5. Ablauf der Behandlung und Zeitdauer

Krone Farbauswahl
Die Farbauswahl ist ein Schritt bei der Herstellung der Krone.

Damit Sie wissen, worauf Sie sich einstellen müssen, skizzieren wir in diesem Abschnitt den Behandlungsverlauf der Krone.

Beurteilung des Zahnes

Nicht jeder Zahn kann überkront werden. Zunächst sollten folgenden Parameter des Zahnes überprüft werden:

  • Wird eine Krone zwingend benötigt um den Zahn zu erhalten?
  • Hat der Zahn eine Entzündung an der Wurzelspitze?
  • Hat der Zahn eine Entzündung am Zahnfleisch?
  • Gibt es tiefe Zahntaschen?
  • Liegt eine Entzündung des Zahnhalteapparates vor? Parodontits?
  • Ist der Zahn locker oder fest?
  • Macht der Zahn Beschwerden?

Wenn der Zahn noch noch andere „Baustellen“ wie Entzündungen an der Wurzel hat, müssen diese zunächst behoben werden. Bevor mit der Behandlung begonnen werden kann, muss ein Röntgenbild erstellt werden. Nachdem alles abgeklärt ist, steht dem Start aber nichts mehr im Wege.

Zahnaufbau und Beschleifen

Die Defekte im Zahn müssen zunächst behoben werden. Karies wird restlos entfernt und der Zahn wird mittels Kunststoff aufgebaut und gefüllt. Jetzt beginnt der Zahnarzt den Zahn zu beschleifen. Dieser Schritt ist sehr komplex und bildet die Grundlage jeder Zahnkrone. Wir haben daher einen separaten Artikel zu diesen Thema verfasst. Vereinfacht gesagt, gibt der Zahnarzt dem Zahn die optimale Form für die spätere Kronenversorgung.

Abdrucknahme

Sobald der Zahn die optimale Form für die spätere Krone hat, muss dieser abgeformt werden. Heutzutage gibt es die Möglichkeit, neben der konventionellen Abformung, auch eine optische Abformung mit Kamera durchzuführen.

Konventionelle Abformung

Der Abdruck wird mit der Abdruckmasse, beispielsweise Silikon, abgeformt und dem Techniker zugesendet. Der Techniker kann im Labor dann den Abdruck mit Gips ausgießen und die Krone herstellen. Die Dauer bis zur Fertigstellung für eine Einzelkrone beträgt meistens zwischen 7-10 Tagen.

Optische Abformung

Vom Zahn werden mehrere Fotos gemacht, die in einem Programm zu einem Modell zusammengefügt werden. Der Computer ist an eine Schleifeinheit angeschlossen, die diese Informationen erhält und die Krone schleift. Der gesamte Vorgang ist häufig noch am selben Tag abgeschlossen und die Krone kann eingesetzt werden.

Einsetzen

Sobald die Krone fertig ist, kann diese eingesetzt werden. Der Zahnarzt prüft die Passgenauigkeit, die Höhe der Krone und die Optik. Sind alle Faktoren passend, so kann die Krone eingesetzt werden. Wenn der Zahnarzt die Krone einsetzt, so wird diese entweder mit einem Zement oder mit einem Kunststoffkleber gemacht. Beide Varianten sind definitiv. Um die Krone vom Zahn zu lösen müsste man sie zerstören. Daher sollten Sie selber die Krone genau anschauen, denn wenn Sie nicht zufrieden sind gibt es ohne großen Aufwand kein zurück mehr.

Nachkontrollen

Nach etwa 14 Tagen sollte die Krone nochmals kontrolliert werden. Stellen Sie sich im Laufe der ersten Tage folgende Fragen:

  • Habe ich noch Schmerzen?
  • Kann ich gut Kauen oder stört die Krone?
  • Kann ich die Krone richtig sauber halten?
  • Gibt es andere Dinge die zu Bemängeln sind?

Berichten Sie dem Zahnarzt von Ihren ersten Erfahrungen mit der neuen Krone. Kleinere Korrekturen wie die Höhe der Krone kann im Mund schnell durchgeführt werden.

Zeitliche Dauer der Behandlung

Der Termin, an dem der Zahn für die Aufnahme der Krone vorbereitet wird, dauert meistens etwa 60 bis 90 Minuten.

Das Anpassen der Krone und Einsetzen dauert meistens nochmal etwa 45 Minuten. Passt die Krone gut, so kann dieser Schritt durchaus schneller gehen.

6. Pflege der Krone

Pflege der Krone
Die korrekte Pflege der Krone ist der wichtigste Faktor für langfristigen Erhalt.

Neuer Zahnersatz muss optimal gepflegt werden, da Kronen an einigen Stellen schnell Karies entwickeln können. Das liegt daran, dass der Kronenrand eine optimale Stelle für Bakterien zum „festklammern“ bietet.
Daher sollten Sie Ihre gewohnte Zahnpflege noch intensiver gestalten. Dazu gehört das gründliche Putzen mit einer elektrischen Zahnbürste und im Anschluss das Fädeln mit der Zahnseide für die Zahnzwischenräume.
Sie können außerdem noch eine Mundspülung und die Munddusche verwenden.

Zusätzlich zu der häuslichen Pflege, ist es wichtig Zahnersatz regelmäßig vom Zahnarzt kontrollieren zu lassen. Instrumente die in der zahnärztlichen Praxis zur Verfügung stehen, können den Kronenrand abtasten und so frühzeitig kariöse Stellen entdecken. Gelegentlich sollte eine Krone auch röntgenologisch geprüft werden.

Mit der Pflege haben Sie großen Anteil an der Haltbarkeit Ihrer Krone. Je besser und gründlicher Sie die Krone sauber halten, um so länger hält diese. Investieren Sie daher genug Zeit in die Zahnpflege. Wenn Sie wissen möchten wie Sie Ihre Mundhygiene noch heute extrem verbessern können, lesen Sie unseren Artikel dazu.

7. Nachteile einer Krone

Es gibt einige Nachteile der Krone:

  • Für eine Zahnkrone muss der Zahn beschliffen werden. Bei diesem Vorgang gehen bis zu 60% der Zahnhartsubstanz verloren. Der Zahnnerv kann bei dieser Behandlung sogar geschädigt werden. In seltenen Fällen ist eine Wurzelbehandlung die notwendige Folge.
  • Der Kronenrand ist für Patienten oft schwer sauber zu halten, sodass besonders an dieser Stelle häufig Karies entsteht.
  • Kronen können sich theoretisch vom Stumpf lösen. Im Urlaub oder an Feiertagen ein sehr ärgerlicher Vorfall.
  • Die Kosten werden meist nicht komplett von der Krankenkasse getragen.

8. Vorteile einer Krone

Im Gegensatz dazu sollten Sie sich auch die Vorteile verdeutlichen:

  • Sehr stabiler Zahnersatz, der voll belastbar ist und dem ursprünglichen Zahn sowohl in der Funktion als auch von der Optik in nichts nachsteht.
  • Die Zahnkrone hat, bei richtiger Pflege, eine sehr hohe Lebensdauer.
  • Festsitzender Zahnersatz, der im Gegensatz zu herausnehmbarem Zahnersatz deutlich angenehmer ist.

9. Kosten der Zahnkrone

Kosten der Zahnkrone
Die Kosten für die Krone können von Zahnarzt zu Zahnarzt variieren.

Die Kosten der Krone können nicht zuverlässig vorausgesagt werden. Dennoch geben wir Ihnen einen Anhalt wo die Preise üblicherweise liegen. Die Beträge sind die, die Sie zu einer Krone normalerweise dazuzahlen müssen. Der Zuschuss der Krankenkasse ist also bereits abgezogen:

  • Goldkrone: Der Preis einer Goldkrone liegt zwischen 500-700 Euro.
  • Keramikkrone: Hier müssen Sie mit etwa 700-1000 Euro rechnen. Bei einer Implantatkrone aus Kermaik häufig mit leicht über 1000 Euro.
  • Die Nicht-Edelmetall Variante liegt bei etwa 300-400 Euro. Wenn Sie eine Verblendung im nicht sichtbaren Bereich wünschen, erhöht sich der Preis auf etwa 500 Euro.

Lassen Sie sich von Ihrem Zahnarzt vor der Behandlung immer einen Heil- und Kostenplan aufstellen. Wenn Sie diesen einreichen, können Sie bereits bevor die Behandlung begonnen hat einschätzen, was der Zahnersatz kosten wird.

10. In welchen Fällen kann keine Krone gemacht werden?

Es gibt einige Fälle, in denen der Zahn nicht mit einer Krone erhalten werden kann. Leider bleibt in solchen Fällen nur die Zahnentfernung.

Wiederkehrende Entzündung am Zahn

Es gibt Zähne, bei denen Entzündungen an der Wurzelspitze oder auch in Zahnfleischtaschen immer wieder kommen. Alle Behandlungsoptionen wie Wurzelbehandlung und Wurzelspitzenresektion sind vollständig ausgeschöpft, aber der Zahn ist immer noch entzündet. Lassen Sie sich keine Krone an einem solchen Zahn herstellen. Sowohl der Behandlungsaufwand als auch das finanzielle Risiko sind zu hoch. Entzündungen am Zahn können zu Abszesses führen, der Zahn muss dann innerhalb kürzester Zeit entfernt werden. Sie verlieren dann den Zahn und unter Umständen die neue Krone. Das tut doppelt weh!

Der Zahn ist unter dem Zahnfleisch abgebrochen

Wenn Zähne brechen, kann es passieren, dass diese sehr tief unterhalb des Zahnfleischs abbrechen. Eine Krone muss aber den kompletten Zahn fassen. Ist diese Bruchstelle zu tief unten gelegen, so kann der Zahnarzt diese Stelle nicht mit der Krone abdecken. Der Zahn muss entfernt werden.

Zu wenig Substanz

In einigen Fällen sind die Zähne so stark zerstört, sodass sich keine Verankerungsfläche für die Krone mehr bietet. Diese Situation kann häufig mit einem sogenannten Stift ausgeglichen werden. Ist auch das nicht möglich, so muss der Zahn entfernt werden.

11. Haltbarkeit einer Krone?

Wie bereits oben angesprochen, ist die Haltbarkeit zum einen von der Qualität der Arbeit, zum anderen aber durch die Pflege und Mitarbeit des Patienten abhängig. Eine Krone kann statistisch etwa 4-11 Jahre halten. Dennoch ist die wirkliche Lebensdauer meist höher. Das eine Zahnkrone 15 Jahre im Mund verbleibt ist oft keine Seltenheit. Es gibt durchaus auch 20-25 Jahre alte Kronen, die weiterhin gute Dienste leisten.

12. Zahnkrone abgefallen oder wackelt?

Wenn Sie Ihre Zahnkrone verlieren, so gibt es einen ganz entscheidenden Unterschied:

  • Die Krone hat sich nur vom Zahnstumpf gelöst. Das heißt, der Zahn im Mund ist soweit intakt und kann die Krone wieder aufnehmen. Das ist die für Sie deutlich bessere Situation. Der Zahnarzt muss die Krone und den Zahnstumpf lediglich reinigen und neu zementieren. ACHTUNG: Auch hier fallen gelegentlich private Kosten an.
  • Sollte der Zahnstumpf allerdings abgebrochen sein und in der Krone stecken, so muss die Krone neu hergestellt werden. Leider besteht nicht die Möglichkeit den Zahn wieder „anzukleben“. Der Zahnarzt muss versuchen mittels Stift und Krone den Zahn wieder zu stabilisieren. Sollte dies nicht möglich sein, so muss der Zahn entfernt werden.

13. Zahnkrone während der Schwangerschaft?

Die Herstellung einer Krone ist kein dringender Notfall und sollte daher auf die Zeit nach der Schwangerschaft verlegt werden. Sowohl für Patientin und Kind, als auch für den Behandler birgt die Behandlung während Schwangerschaft Risiken, die nur eingegangen werden sollten, wenn es unbedingt nötig ist. Für den Fall, dass Sie ihre Krone verloren haben und der freiliegende Zahn empfindlich ist, kann ein Provisorium hergestellt werden. Dieses kann so lange verbleibenden, bis die Entbindung stattgefunden hat. Machen Sie sich keinen unnötigen Stress, in einer Phase Ihres Lebens die ohnehin nicht ganz einfach ist.

Dentalplanet

Hallo! Ich bin Dr. Martin Hartmann. Ich bin Zahnarzt und führe täglich meinen Beruf aktiv aus. Das Verfassen von verständlichen und dennoch informativen Fachartikeln macht mir neben meinem Hauptberuf unheimlich viel Spaß. Insbesondere spezialisiere ich mich auf die Behandlung von ängstlichen und panischen Patienten.

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