Zahnseide und Zwischenraumbürstchen Kaufberatung


Zahnseide Kaufberatung

Das tägliche Zähneputzen ist wichtig für eine gute Mundhygiene und langfristig gesunde Zähne. Doch nicht einmal die beste elektrische Zahnbürste erreicht alle Stellen zwischen den Zähnen. Aus diesem Grund sollte neben der Zahnbürste noch ein anderes Hilfsmittel verwendet werden. Die Zahnseide.

Was ist Zahnseide?

Kurz gesagt ist Zahnseide ein dünner Faden, mit dem die Zahnzwischenräume gereinigt werden. So ist eine einfache Entfernung von Speiseresten möglich. Zusätzlich wird auch sogenannter Plaque (Biofilm) entfernt, welcher zu Karies und anderen Zahn- bzw. Zahnfleischerkrankungen führen kann.

Die Geschichte der Mundhygiene

Bereits aus dem Jahre 4000 vor Christus liegen Beweise für die Zahnpflege und Mundhygiene vor. Schon die früheste Menschheit versuchte, ihre Zähne und Zahnzwischenräume zu reinigen. In manchen Fällen hatte dies sogar religiöse Gründe.

Jede Volksgruppe hatte dabei ihre eigenen Produkte zur Zahnreinigung
Im alten Ägypten war der Gebrauch von Kaustöckchen üblich. Diese wurden mit einem fein gemahlenen und sehr weichen Vulkangestein in Verbindung mit Weinessig verwendet. Ebenfalls war es am Morgen üblich, seinen Mund mit einer Natronlösung auszuspülen.

Im alten Indien wurde dagegen eine Paste aus alkalischer Asche, Ingwer und Bengalpfeffer hergestellt. Deutlich exotischer gegenüber der Art und Weise im alten Ägypten, dafür aber mit nachweislich antibakterieller Wirkung.

Da man steinzeitliche Zähne fand, geht man davon aus, dass die frühe Menschheit schon ihre Zahnzwischenräume reinigte. Die Zähne waren durch Rillen voneinander getrennt. Folgendes wird aufgrund der Funde vermutet: Wäre eine Reinigung der Zwischenräume nicht durchgeführt worden, so wären genannte Rillen von Zahnbelag und Zahnstein ausgefüllt gewesen.

Die ersten Zahnbürsten wurden im 14. bis 15. Jahrhundert in China entwickelt. Damals bestanden die Zahnbürsten noch aus Bambus oder Knochen und Schweineborsten.
Erst in den 1950er Jahren begann die Herstellung der heutigen Zahnbürste mit Nylonborsten.

Die Erfindung der modernen Zahnseide wird dem aus Amerika stammenden Zahnarzt Levi Spear Parmly (1790-1859) zugeschrieben. In jungen Jahren empfahl er seinen Patienten die Reinigung der Zahnzwischenräume. 1819 benutzt man noch ein ungezwirntes Garn aus Seide.

Parmly beschrieb die Benutzung der Zahnseide schon in seiner praktischen Anleitung zur Zahnreinigung. Er erklärte, dass jede Zahnkrankheit seinen Ursprung in den Zahnbelägen der Zahnzwischenräume hat. Eine Reinigung der Zahnzwischenräume, Zahnhälse und Zahnbögen wäre wichtig, um Zahnkrankheiten vorzubeugen. Die tägliche Anwendung eines gewachsten Seidenfadens würde ausreichend schützen. Zusätzlich zur Zahnbürste wäre die Gesundheit der Zähne und des Zahnfleisches optimal vor Krankheiten geschützt.

Die Empfehlung der damaligen Zahnseide durch Zahnarzt Parmly wurde zu seiner Zeit als revolutionär betrachtet. Er stellte die Behauptung auf, dass Zahnseide die Anzahl der Bakterien im Mundraum deutlich senken und somit Zahn- und Zahnfleischkrankheiten verhindern würde. Diese These wurde von der Gesellschaft nicht widerspruchslos akzeptiert. Zur Zeit Parmlys war ein Nachweis von bakteriellen Infektionen als Ursache von Zahnkrankheiten noch nicht nachweisbar. Es fehlte die notwendige Technologie. Trotz jedem Widerspruch hielt er konsequent an seiner Meinung fest.

Den Durchbruch schaffte die Zahnseide erst nach dem zweiten Weltkrieg. Damals entwickelte der Mediziner und Tropenarzt Charles C. Bass Zahnseide aus Nylonfäden. Sie war elastischer und reißfester. Außerdem war die Verletzungsgefahr des Zahnfleisches niedriger, da sie besser durch die Zähne glitt. Die Zahnseide erfreute sich dadurch zunehmender Begeisterung.

Patent auf Zahnseide

Im Jahre 1882 stellte das Unternehmen Codman&Shurtleft Zahnseide maschinell her. Die erste Zahnseide war ungewachst. Codman&Shurtleft gilt als der älteste Hersteller von medizinischen Produkten überhaupt.

Das Patent auf Zahnseide erwarb die Firma Johnson&Johnson im Jahre 1898.

Warum Zahnseide so wichtig ist

Was ist Zahnseide

Die tägliche Reinigung des gesamten Mundes hat mehr als nur kosmetische Gründe. Ja, ein strahlendes Lächeln ist schön, jedoch sollte die Zahn- und Zahnfleischgesundheit die wichtigere Rolle spielen.
Jeden Tag nehmen wir Nahrung auf. Sei es in Form von Obst, Gemüse, Brot oder auch Süßigkeiten. Jedes Nahrungsmittel hinterlässt Nahrungsreste im Mund. Ein Großteil der Reste landet dabei in den Zahnzwischenräumen und verbleibt dort. Es bildet sich Zahnbelag, auch Plaque genannt. Zahnbelag ist der ideale Nährboden für eine Vielzahl von schädlichen Bakterien. Diese setzen sich auf der Zahnoberfläche und in den Zahnzwischenräumen fest. Werden die Bakterien nicht entfernt, schädigen sie Zähne und Zahnfleisch. Zusätzlich wird der Zahnschmelz angegriffen. Auf Dauer verursacht dieser Umstand Karies und führt zu Zahnfleischentzündungen und Zahnbetterkrankungen wie Parodontitis.
Bei regelmäßiger ordentlicher Reinigung wird genannten Krankheiten nicht nur vorgebeugt. Es sorgt ebenfalls für einen frischeren Atem und weißere Zähne. Das stärkt das Selbstbewusstsein.

Das Putzen mittels Zahnbürste reicht nicht aus

Die regelmäßige Reinigung der Zähne ist wichtig für die Gesunderhaltung des Mundraumes. Zahnbürste und Zahncreme stellen die Basis dar. Durch das Zähneputzen mittels Zahnbürste werden jedoch nur ca. 60% der Zahnoberfläche gereinigt. Die restlichen 40% stellen Zahnzwischenräume und Zahnhälse dar. An diese kommen die Borsten der Zahnbürste nicht heran.

Zahnseide ist in Deutschland leider nicht sehr beliebt. Gerade einmal jeder zehnte deutsche Bürger benutzt Zahnseide oder ähnliche Produkte bei der täglichen Reinigung. In anderen Ländern wie der Schweiz oder den Niederlanden gehört der Gebrauch ganz selbstverständlich zur Mundhygiene dazu.

Gerade für junge Menschen ist die Nutzung von Mundhygieneartikeln besonders wichtig. Zahn- und Zahnfleischerkrankungen kann in jungen Jahren am besten vorgebeugt werden. Bei bereits behandelten Zähnen oder angegriffenem Zahnschmelz ist das Risiko der Erkrankung, trotz der Nutzung von Zahnseide, deutlich höher. Eine Empfehlung zur Nutzung von Zahnseide gilt ab dem Teenie-Alter. Kinder haben noch nicht die motorischen Fähigkeiten, um die Zahnseide richtig anwenden zu können. Dabei kommt es natürlich immer auf die Entwicklung des Kindes an. Ist es motorisch begabt, kann mit der Nutzung von Zahnseide auch früher begonnen werden. Es gibt auch spezielle Halterungen für Kinder. Diese sind kleiner und meist auch bunt.

Warum Zahnseide benutzen, wenn es doch Mundspülungen gibt?

Weitere Fragen zum Thema Munddusche

Mundspülungen gibt es wie Zahnpaste und Zahnseide in den unterschiedlichsten Variationen. Die einen dienen nur dem frischen Atem, während andere eine antibakterielle Wirkung versprechen. Eine Mundspülung kann ergänzend zur Zahnbürste und Zahnseide angewendet werden. Jedoch sollte sie die Zahnseide nicht völlig ersetzen. Zahnseide kann bei richtiger Anwendung die Zahnbeläge in den Zahnzwischenräumen entfernen. Mundspülungen hingegen spülen die Zahnzwischenräume nur etwas durch. Die reinigende Wirkung ist aufgrund der fehlenden mechanischen Komponenten weniger gründlich. Ein guter Geschmack im Mund darf nicht mit sauberen Zähnen und Zahnzwischenräumen gleichgesetzt werden. Oft überdecken die starken Aromen den unangenehmen Geschmack nur für kurze Zeit. Mit sauberen Zähnen hat das nichts zu tun.

Folgen der unzureichenden Mundhygiene

Wer Zahnseide richtig anwendet, der kann Krankheiten oder anderen Beschwerden im Mund vorbeugen. Unsaubere Zahnzwischenräume können den Aufbau von Zahnstein begünstigen. Zahnstein sieht anfangs nur unschön aus. Jedoch kann daraus schnell mehr entstehen. Zahnstein und Zahnbelag sind ideale Nährböden für Bakterien. Diese bringen die Mundflora aus dem Gleichgewicht und Krankheiten der Zähne oder des Zahnfleisches entstehen.
Die falsche oder ausbleibende Nutzung von Zahnseide und ähnlichen Produkten kann sich enorm auf die Mundgesundheit auswirken. Hier eine Übersicht über die häufigsten Krankheiten der Zähne und des Zahnfleisches:

Karies

Karies, fälschlicherweise oft Zahnfäule genannt, ist ein Prozess, bei dem die Zahnsubstanz sich abbaut und verfärbt. Es entstehen Löcher. Karies kann, unbehandelt, bis in die tiefsten Substanzen des Zahnes vordringen. Zu spät behandelt dringt Karies bis in die Zahnwurzel vor, in welcher sich auch die Nerven befinden. Eine Behandlung, auch im Anfangsstadium, ist zwingend notwendig.

Entzündungen des Zahnmarks

Das Gewebe im Zahn entzündet sich und eine Wurzelbehandlung wird notwendig. Wird der Zahn nicht behandelt, können Entzündungen im Kieferknochen entstehen. Wenn Sie alles weitere zur Wurzelbehandlung erfahren möchten, lesen Sie unseren Artikel.

Zahnfleischentzündungen

Das Zahnfleisch entzündet sich aufgrund mangelnder Hygiene. Sie werden meist durch Bakterien ausgelöst.

Parodontitis

Wird oft umgangssprachlich auch als Parodontose bezeichnet. Sie ist eine Entzündung des Zahnfleisches und der Kieferknochen. Das Zahnfleisch geht zurück und die Zähne lockern sich. Eine Parodontitisbehandlung ist notwendig. Bei dieser Behandlung werden die Zahnfleischtaschen vom Zahnarzt von den Bakterien befreit. Eine Nachsorge in Form regelmäßiger Zahnreinigungen beugt einer erneuten Parodontitis vor. Diese sollte regelmäßig und gewissenhaft erfolgen.

Schmerzempfindliche Zähne

Wenn der Zahnhals nicht mehr richtig von Zahnfleisch bedeckt oder der Zahnschmelz angegriffen ist, dringen Reize von kalten, heißen, süßen oder sauern Speisen direkt zum Nerv vor. Bei schmerzempfindlichen Zähnen sollte immer zuerst die Ursache gefunden und behandelt werden.

Die richtige Technik

Wann ist der geeignete Zeitpunkt um Zahnseide zu verwenden

Trennen Sie ein ca. 40-50 cm langes Stück Zahnseide und wickeln sie es so um Ihre Finger, dass ca. 5 cm der Zahnseide dazwischen verbleiben. Welche Finger Sie am besten benutzen, können Sie im Laufe der Zeit testen.

Führen Sie die Zahnseite mittels hin-und-her-Bewegungen in den Zahnzwischenraum ein. Beachten Sie vor allem bei engen Zahnzwischenräumen darauf, dass Sie nicht zu viel Druck ausüben. Das könnte Ihr Zahnfleisch verletzen.

Die Zahnseide wird nun U-förmig um den Zahn gelegt. Danach beginnen Sie damit, die Zahnseide am Zahn hoch und runter gleiten zu lassen. Vergessen Sie dabei nicht den untersten Rand direkt am Zahnfleisch. Hier befinden sich die meisten Zahnbeläge.
Sollte das nicht auf Anhieb funktionieren, einfach mehrfach versuchen. Wie alles andere im Leben muss man auch die richtige Nutzung von Zahnseide erlernen.
Vermeiden Sie ruckartige Bewegungen und ein Sägen. Diese Bewegungen könnten das Zahnfleisch beschädigen.

Wenn Sie mit dem Zahn fertig sind, können Sie zum nächsten wechseln. Benutzen Sie dazu den nächsten Abschnitt der Zahnseide.

Nach dem Reinigen der Zahnzwischenräume empfiehlt sich die Nutzung einer Mundspülung. Gelöste Beläge werden so schonend auf dem Mundraum transportiert.

Wir haben einen ausführlichen Bericht über die korrekte Benutzung der Zahnseide mit Bildern und einem Video verfasst.

Was ist besser? Vor oder nach dem Putzen mittels Zahnbürste?

Die Meinungen der Zahnärzte und Nutzer gehen weit auseinander. Während einige die Nutzung der Zahnseide vor dem Zähneputzen empfehlen, bevorzugen viele die Reinigung nach dem Zähneputzen.
Wer die Zahnseide vor dem Zähneputzen anwendet, der kann die Beläge und Essensreste gleich mit der Zahnbürste wegputzen. Jedoch können sie durch die Putzbewegung wieder in die Zahnzwischenräume gelangen. Die Borsten gelangen schließlich nicht hinein. Wer sie jedoch nach dem Zähneputzen anwendet, der riskiert, dass die Beläge sich auf den Zähnen absetzen. Hier kann aber mit einer Mundspüllösung nachgeholfen werden. Richtig oder falsch gibt es demnach nicht. DIe Tendenz geht aber zur Nutznug der Zahnseide vor dem Zähneputzen.
Trotz der Uneinigkeit lässt sich jedoch folgendes sagen: Die beste Nutzung ist die regelmäßige! Entscheiden Sie einfach nach Ihren eigenen Bedürfnissen. Lassen Sie sich jedoch noch vom Frische-Gefühl der Mundspüllösung beirren.

Welche Arten von Zahnseide gibt es und worin unterscheiden sie sich?

Das Angebot der unterschiedlichen Mundhygieneartikel ist enorm groß. Wo es früher nur ungewachste Zahnseide gab, findet man mittlerweile ein kaum überschaubares Sortiment.

Gewachste Zahnseide

Bei gewachster Zahnseide ist die Verletzungsgefahr des Zahnfleisches niedriger als bei ungewachster. Durch ihre glatte Oberfläche gleitet sie besser in die Zahnzwischenräume. Auch für enge Zwischenräume oder schief stehende Zähne eignet sich die gewachste Zahnseide eher als die ungewachste.
Jedoch gibt es auch hier einen Nachteil. Wachsreste können in den Zahnzwischenräumen hängen bleiben und ein unangenehmes Gefühl hervorrufen. Außerdem ist die Reinigungswirkung aufgrund ihrer glatten Struktur nicht so hoch wie bei der ungewachsten Zahnseide.

Ungewachste Zahnseide

Diese Zahnseide empfiehlt sich vor allem für geübtere Nutzer. Der Faden hat kleine Fasern, welche den Reinigungseffekt erhöhen. Jedoch ist das Risiko, dass sie reißt, auch etwas höher. Vor allem bei schlecht abgeschlossenen Zahnfüllungen muss man vorsichtig sein. Bei unsachgemäßer Nutzung kann sie leicht ausfransen.
Ungewachste Zahnseide quietscht leicht auf sauberen Zähnen. Daran lässt sich optimal erkennen, wann die Reinigung erfolgreich ist.

Superfloss

Superfloss ist eine besondere Art der Zahnseide. Der Unterschied zur herkömmlichen Zahnseide ist der flauschige Mittelteil. Besonders für Ungeübte, Kinder und Prothesenträger eignet sie sich optimal. Die Zahnseide kann leicht zwischen die Zähne eingefädelt werden. Der flauschige Mittelteil hat eine sehr gute Reinigungseigenschaft.

Zahnseide mit Kunststoffhalter

Diese Art der Zahnseide ist in der Handhabung einfacher. Erwischt man jedoch eine Packung, in der der Faden nicht richtig eingespannt ist, werden die Zähne nicht richtig gereinigt. Außerdem ist sie nicht so ergiebig wie herkömmliche Zahnseide.

Zahnhölzer

Zahnhölzer bestehen aus einem langfaserigen und splitterfreien Holz. Die Frontzähne lassen sich damit gut erreichen, für die Backenzähne sind die Hölzer aber weniger geeignet. Die Verletzungsgefahr ist bei den Hölzern etwas höher und der Reinigungseffekt niedriger. Das Holz passt sich nicht der Form des Zahnes an. Hölzer sind heutzutage nicht mehr empfehlenswert.

Zwischenraumbürstchen

Sogenannte Interdentalbürstchen bestehen meist aus einem Plastik- oder Gummigriff mit einer Bürste am oberen Ende. Die Bürste besteht aus einem Draht, an dem die Borsten angebracht sind. Der Vorteil ist die hohe Reinigungskraft. Die Verletzungsgefahr ist bei falscher Handhabung trotzdem gegeben. Wer nicht aufpasst, der piekt sich schnell mal mit dem Draht ins Zahnfleisch. Das tut nicht nur weh, sondern kann auch schmerzhafte Entzündungen mit nach sich ziehen. Zahnzwischenraumbürstchen eigenen sich am besten für größere Zahnzwischenräume und für Zähne mit Zahnersatz wie zum Beispiel Brücken oder Implantate.

Zahnsticks

Dieses Produkt gibt es in unterschiedlichen Ausführungen. Zum einen gibt es sie komplett aus Plastik. Sie sehen in erster Linie aus wie ein Zahnstocher und funktionieren auch so. Auch bei ihnen muss auf die richtige Handhabung geachtet werden. Die Verletzungsgefahr ist aufgrund der Härte und der für das Zahnfleisch teils scharfen Kanten erhöht.
Zahnsticks gibt es auch aus Gummi. Während unten der Griff ist, befindet sich am oberen Ende ein Gummiüberzug mit kleinen Noppen. Diese Sticks haben keine scharfen Kanten und lassen sich leichter in die Zahnzwischenräume einführen.

Munddusche

Noch nicht allzu lang gibt es Mundduschen für den Heimgebrauch. Dabei setzen fast alle Geräte auf einen einzelnen Wasserstrahl. Dieser spült Zahnbelag aus den Zahnzwischenräumen. Mundduschen sind auch mit Massagedüsen oder Subgingival-Düsen erhältlich.
Die Massagebürsten sorgen dafür, dass das Zahnfleisch massiert wird. Das sorgt für eine verbesserte Durchblutung und fördert die Gesundheit.
Subvinginal-Düsen sind zum Einbringen von Mundspüllösungen in Zahnfleischtaschen vorgesehen.
Mundduschen sind gegenüber der herkömmlichen Zahnseide wesentlich teurer, jedoch bequemer in der Anwendung. Das Gerät muss aber einer regelmäßigen Reinigung unterzogen werden.

Woraus besteht Zahnseide?

Zurzeit wird Zahnseide aus drei unterschiedlichen Materialien angeboten.

PTFE: Zahnseide aus PTFE ist meist dünn und sehr reißfest. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass sie sehr gut zwischen die Zähne gleitet. Sie ist gut für enge Zahnzwischenräume geeignet.
Nylon: Kann bei falscher Nutzung schnell auffasern. Gerade bei Brücken, Kronen oder nicht richtig abgeschlossenen Zahnfüllungen ist Vorsicht geboten.
Seide: Gilt als reißfest, ist jedoch im Vergleich zu anderen Produkten meist teurer.

Zahnseide gibt es wie oben erwähnt gewachst, ungewachst, in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen und teils auch mit Fluorid oder Chlorhexidin
Fluorid wirkt nachweislich gegen Karies. Da die Wirkung von Zahnseide mit Fluorid jedoch nur minimal ist, sollte eine Zahnpaste mit passendem Fluoridgehalt gewählt werden.
Der Wirkstoff Chlorhexidin vermindert die Bakterienanzahl an den Zähnen und kann bei richtiger Anwendung Entzündungen reduzieren.

Welche Zahnseide ist die richtige?

Mundhygiene optimieren

Richtig oder falsch gibt es nicht. Während Menschen mit eng stehenden Zähnen meist zur gewachsten Zahnseide greifen, nutzen Menschen mit größeren Zahnlücken eher die ungewachste oder nutzen die Zahnzwischenraumbürstchen. Prothesenträger bevorzugen oft die Superfloss und manche wollen einen Halter dazu. Das Wichtigste überhaupt: Wer die richtige Zahnseide für sich gefunden hat, der sollte sie regelmäßig anwenden.

Was Sie sonst noch für Ihre Zahngesundheit tun können

Empfohlen werden zwei Vorsorgeuntersuchungen im Jahr. Dabei überprüft der Zahnarzt den gesamten Mundraum und spricht eventuell notwendige Behandlungen mit Ihnen ab.
Die professionelle Zahnreinigung sollte ein bis zweimal im Jahr durchgeführt werden. Der Zahnarzt schlägt diese meist im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung vor. Dabei werden die Zähne und Zahnzwischenräume gereinigt und geglättet. Abschließend wird ein Fluoridlack oder -gel aufgetragen.

Die wichtigsten Mundhygiene Regeln zum Schluss:
Putzen Sie mindestens zweimal täglich Ihre Zähne.
Verwenden Sie mindestens einmal täglich Zahnseide.
Bei Bedarf verwenden Sie auch eine Mundspülung.
Nehmen Sie regelmäßige Termine beim Zahnarzt wahr.

Weitere Maßnahmen zur Optimierung der Mundhygiene finden Sie hier.

Dentalplanet

Hallo! Ich bin Dr. Martin Hartmann. Ich bin Zahnarzt und führe täglich meinen Beruf aktiv aus. Das Verfassen von verständlichen und dennoch informativen Fachartikeln macht mir neben meinem Hauptberuf unheimlich viel Spaß. Insbesondere spezialisiere ich mich auf die Behandlung von ängstlichen und panischen Patienten.

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